Neue soziale Bewegung aus dem Netz
Die Proteste gegen die Inbetriebnahme des AKW Zwentendorf 1978 sowie die Besetzung der Haimburger Au sechs Jahre später, markieren wichtige Daten in der Genese neuer sozialer Bewegungen in der Alpenrepublik. Der mittlerweile verstorbene Günther Nenning, er war eine Galionsfigur der Grünen Bewegung, erschien mit einem Hirschgeweih am Kopf zur Pressekonferenz was ihm promt den Namen "Auhirsch" einhandelte und die Grüne Bewegung nahm von diesen beinahe schon mythischen Anlässen ausgehend ihren erfreulichen Aufschwung.
Das ist jetzt 30 Jahre her und soziale Bewegungen gibt es immer noch. Es muss nur zB in Klagenfurt ein Gasdampfkraftwerk, ergendwo in Autobahnzubringer oder der Bau einer zusätzlichen Landebahn geplant sein, schon greifen beherzte Menschen zu Plakatschreibern und werfen den Kopierer an. Wobei Plakatschreiber und Kopiergerät eigentlich Tools von gestern darstellen.
Im britischen Guardian lese ich gerade eine Story, die die Bedeutung von Sozialen Netzwerken insbesondere für die Umweltbewegung hervorstreicht. Satte 96 Prozent aller 11 bis 18 Jähriger US-Amerikaner, einer Umweltthemen gegenüber besonders affinen Zielgruppe, wären Mitglied in einem Social Network, heißt es im Bericht.
"So when you consider that protecting the environment is a passion of many young people, the potential power of influence of Web 2.0 for the green movement is phenomenal (...) It is, therefore, imperative that our young citizens are given a fair hearing on the decisions that current leaders are making - and online social networking can help achieve this. The opportunities it offers play to the skills of young people. Web 2.0 emphasises online collaboration and sharing among users."
Hier steht eigentlich alles drinnen, worum es geht. Es geht unter anderem darum, Gehör zu finden, Breitenwirkung zu erzielen, darum, Teilhabe am Meinungsbildungsprozess zu erleichtern, gemeinschaftlich dezentral tätig sein zu können und Information rasch und zu günstigsten Konditionen unter eine möglichst hohe Zahl themenaffiner Mitstreiter zu bekommen. Social Networks bieten dafür perfekte Bedingungen.
Und aus PR-Sicht nur folgendes: Es ist offensichtlich, dass die Notwendigkeit bereits jetzt gegeben ist und noch weiter steigen wird, die Beziehungen zu bestehenden oder latenten Zielgruppen auch auf die Spähre des Social Webs auszudehnen bzw. diese Beziehungarbeit hier maßgeblich zu verstärken. Warum? Weil man seine Dialogpartner anderenfalles schlicht und einfach nicht (mehr) dort "abholt" bzw. anspricht, wo sie sich befinden. Und das kann sich gute Kommunikationsarbeit einfach nicht leisten.
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Es ist jetzt ein paar Jahre her, da saß ich in einem PR-Jour Fixe. Mitten im Gespräch beklagte sich der Kunde, dass das Unternehmen bei Bewerbern ein Problem hätte. Einmal quantiativ - es kamen einfach zu wenig auf die Idee, sich bei diesem Unternehmen zu bewerben, selbst auf großflächige Inserate hin; einmal qualitativ - weil die Bewerber, die dann beim Personalchef tatsächlich vorstellig wurden, oft nicht die gewünschten Qualifikationen mitbrachten. Mit einem Wort: Das betreffende Unternehmen war unter denen, die es eigentlich ansprechen wollte zu wenig attraktiv und bekannt. Blöd, blöd!






Wenn man krank das Bett hütet, dann liest man eine Menge. Das ist zwar gut - man kommt schließlich selten genug dazu - andererseits auch wieder schlecht. Weil Fieber + Kopfweh + Lesen = Kopfweh x Kopfweh (also Kopfweh zum Quadrat!). Egal. Gestern Agend jedenfalls schmökerte ich wieder mal in Robert Scobles & Shel Israels "

Durch die US-Klatschpresse geistert gerade das Gerücht, 















